Verein Mecklenburg- Strelitzer Segler e. V.
Mitglied im Deutschen Segler- Verband
Das Vereinsgelände im Jahre 1923
Zur Verbesserung der Sommerliegeplätze baute man im Winter 1921/22 umfangreiche
Steganlagen. Im Sommer 1922 konnte der Verein die Vorbereitung des Bootshausbaus
und die Finanzierungssicherung
abschließen. Es wurde sofort mit den Bauarbeiten begonnen. Dazu heißt es, dass sie in
einem hohen Maße von den Mitgliedern des Vereins zu erbringen waren.
Zur gerechten Abwicklung erfolgte die Festlegung einer Mindeststundenzahl sowie eines
Regreßbetrages, der bei Nichterfüllung zu zahlen war. Es muss aber fleißig gearbeitet worden
sein, denn schon im April 1923 wurde das Bootshaus in einer festlichen Veranstaltung "geweiht".
Als Ende April, Anfang Mai 1945 die Kriegshandlungen über die Stadt hinweggingen und
Neustrelitz von den sowjetischen Truppen besetzt wurde, geschah diese Besetzung
auch mit dem
Vereinsgelände der Segler.
Da dies ansonsten bei keinem anderen Seeobjekt der Fall war, ist zu vermuten,
dass die Besatzungsmacht in den eingelagerten
Booten besondere Wertobjekte sah.
Bis zum Sommer 1946 dauerte diese Situation an. Dann haben Augenzeugen im Juni 1946
gesehen, wie auf dem Südbahnhof Neustrelitz Waggons mit den Booten beladen zum Abtransport
bereitgestellt waren. Mit dieser Maßnahme hörte auch die Besetzung
des Geländes am Zierker See auf.
Als nun unbewohntes Grundstück war es offen für Diebstahl, Abriss und Zerfall.
Hiermit war die materielle Basis des Vereins Mecklenburg-Strelitzer Segler vernichtet.
Die zu diesem Zeitpunkt noch in Neustrelitz ansässigen Segler zeigten wohl wegen dieser
Verluste, aber auch wegen der neuen politischen und wirtschaftlichen Situation keine
segelsportlichen Ambitionen.
Es sah aus, als sei der Segelsport in Neustrelitz zugrunde gegangen. Die Gedanken um das
nackte Überleben bestimmten alle Handlungen der Menschen.
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